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Reklamationsmanagement mit SharePoint

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Die Bearbeitung von Reklamationen nimmt in vielen Unternehmen noch nicht die Rolle ein, die sie verdient. Schließlich lebt ein Unternehmen vom Kundengeschäft, und eine Reklamation zeigt an, dass etwas, zumindest aus Sicht des Kunden, nicht in Ordnung ist. Reklamationen sind „schlechte Nachrichten“, die am liebsten verdrängt werden. Gerade in schlechten Nachrichten liegt aber eine enorme Chance, schließlich können anhand einer Reklamation eigene Prozesse auf den Prüfstand gestellt und – im Sinne auch aller anderen Kunden – verbessert werden. Auch sollten Unternehmen denjenigen Kunden, die eine Lieferung oder Leistung reklamieren, dankbar sein. Dieses Verhalten zeigt, dass der Kunde grundsätzlich Interesse hat, mit dem Unternehmen zusammen zu arbeiten.
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SharePoint 2010 – Betriebssystem 2.0 für Ihr Unternehmen

Mit der Marktpositionierung “The Business Collaboration Platform for the Enterprise & the Web” wird SharePoint 2010 auf der SharePoint Conference in Las Vegas der internationalen Entwicklergemeinde und der Öffentlichkeit vorgestellt. Steve Ballmer geht sogar noch weiter und positioniert SharePoint als “die Zentrale für das Cloud-Computing” (”SharePoint is in the center of the cloud.“) Das der Entwicklergemeinde auferlegte NDA ist aufgehoben, und es gibt eine Vielzahl von neuen Informationen. In diesem Beitrag versuchen wir einen ersten Überblick darüber zu geben, welche Informationen insbesondere für IT-Leiter interessant sind, die sich bereits mit SharePoint beschäftigen und wissen möchten, was Sie in der neuen Version erwartet und wie Sie SharePoint 2010 in Ihrem Unternehmen strategisch positionieren sollten.  

Überblick – Was ist neu

Das Wichtigste für Anwender von SharePoint 2007: Bei der Migration nach SharePoint 2010 werden bestehende Websites und Seiten komplett mit ihrem Design migriert und an die SharePoint 2010-Benutzeroberfläche angepasst. Eine die öffentliche Beta-Version soll wird ab dem 18. November 2009 verfügbar sein – probieren Sie es einfach einmal aus.

Bedienung und Administration – Die Office-Multifunktionsleiste

  • Der aus Office 2010 bekannte Ribbon (die Multifunktionsleiste) hält durchgängig Einzug in SharePoint 2010. Auch wenn dieses Bedienungselement etwas gewöhnungsbedürftig ist: wer bereits mit dem Ribbon aus Office 2007 vertraut ist, wird die Bedienung von SharePoint 2010 deutlich intuitiver finden (sowohl auf der Client-Seite als auch in der Zentraladministration). Viele Einstellungen waren in der bisherigen Zentraladministration nur schwer zu finden, der Einstieg in die Administration mit SharePoint 2010 wird deutlich einfacher. U.a. ist es nicht mehr nötig, per Rechtsklick die Aktionen/Optionen für Dokumente anzuzeigen, selbige sind immer ad hoc über die Multifunktionsleiste erreichbar.

     

Social Computing oder Web 2.0 für Unternehmen

Steve Ballmer sagt: “Es gibt kein Unternehmen auf der Welt, das nicht Social Computing-Aspekte umsetzen möchte. Die Unternehmen wissen aber nicht, wie. Wenn wir Geschäftsführern und IT-Leitern aufzeigen können, wie Mitarbeiter nach Ihren Vorstellungen untereinander kommunizieren können und dabei Privatsphäre und Sicherheitsaspekte berücksichtigen, dann werden die Mitarbeiter Social Computing auch im Unternehmen nutzen.”

Damit hat er sicher recht. Die Umsetzung bereits bekannter Web 2.0-Technologien wie WIKIs oder Blogs in SharePoint war jedoch immer wieder Gegenstand von Kritik, sind spezialisiertere Plattformen wie z.B. Wordpress hier doch schon viel weiter. Mit SharePoint 2010 werden aber eine Reihe von Verbesserungen eingeführt:

  • Verbesserungen bei Blogs, WIKIs und Kalendern
  • Gleichzeitiges Arbeiten an Artikeln durch mehrere Personen
  • Stichwörter (Tags) für Inhalte
  • Stichwort-Wolken (Tag Clouds)
  • Bewertungen
  • Bookmarks/Favoriten
  • “Smart Profiles” und Feeds für die persönliche Webseite
  • Browser für die Suche nach Kollegen und Experten
  • Veröffentlichen der eigenen Seite mit “Share This Site”

Somit steht – zumindestens aus technischer Sicht – einer Einführung von Web 2.0 in Ihrem Unternehmen nichts mehr im Wege. Zur ganzheitlichen Betrachtung auch der organisatorischen Aspekte finden sie hier weitere Informationen (auch als PDF-Download)

Darstellung und Bearbeitung von Inhalten

  • Durch das neue “In Context Editing” können Inhalte jetzt endlich direkt an Ort und Stelle im Browser bearbeitet werden. Der Wechsel zwischen Bearbeitungsmodus und Anzeigemodus entfällt. So ganz WYSIWYG ist es noch nicht, aber es wird.
  • SharePoint Workspace bietet einen “Rich Client” mit Drag & Drop-Möglichkeiten aus Office hereaus und Synchronisierungseigenschaften, um z.B. Inhalte offline zu bearbeiten und anschließend zu synchronisieren.
  • Endlich wird auch FireFox angemessen unterstützt. Bisher war SharePoint für den Internet Explorer optimiert.
  • Endlich! Bilder müssen nicht mehr in einer SharePoint-Bibliothek abgelegt werden, sondern können direkt vom PC hochgeladen werden
  • Neue Web Parts können jetzt visuell erstellt werden (keine/weniger Individualprogrammierung erforderlich)
  • Durch die Ajax-Integration erscheinen die SharePoint-Seiten viel eleganter in der Bedienung, bei nachgeladenen Inhalten wird nicht die ganze Seite neu aufgebaut – schick!
  • Silverlight-Integration (für moderns & ansprechendes Layout)
  • Entwicklung für Vista- und Windows 7-Design
  • Digital Asset Management wird eingeführt

Workflows

Der Workflow-Designer (zuvor erst kostenpflichtig und dann kostenlos installierbar) ist nun integraler Teil von SharePoint 2010. IT-Abteilungen können jetzt noch einfacher und vollkommen ohne Programmierung Workflows erstellen und anpassen als zuvor. Auch wenn der Workflow-Designer nicht die intuitive Bedienbarkeit der Nintexx-Workflows bietet, eignet er sich doch sehr gut für die meisten Workflow-Aufgaben. Außerdem können einmal erstellte Workflows jetzt wiederverwendet werden. Interessant: Mit den Visio Services ist es jetzt möglich, Visio zur Visualisierung von Prozessen direkt aus SharePoint heraus zu nutzen. Und es geht noch weiter: Mit Visio erstellte Workflows können exportiert und in SharePoint importiert werden. Mehr dazu im Beitrag von Fabian Moritz.

Business Intelligence

Mit Hilfe von Listen und Verknüpfungen konnte man schon in SharePoint 2007 einfache Datenmodelle abbilden, um zum Beispiel in einer Angebotsliste Kontakte aus einer zentralen Kontaktliste anzuzeigen. Sobald aber komplexere Datenbeziehungen umgesetzt werden sollten, musste ein separates Datenbankschema eingerichtet und z.B. über Geschäftsdatenkataloge in SharePoint abgebildet werden. SharePoint 2010 unterstützt jetzt:

  • Die Auswahl und Anzeige mehrerer Spalten aus einer verknüpften Ziel-Liste. So könnte zum Beispiel neben dem Kontakt gleichzeitig die Telefonnummer in einem Angebotseintrag angezeigt werden. Das war in SharePoint 2007 nur mühselig zu realisieren
  • Die aus der Datenbankentwicklung bekannten Konzepte des “Restrict Delete” und “Cascade Delete” (um nachgeordnete Datensätze aus einer verknüpften Liste beim Löschen eines Hauptlistendatensatzes gleich mit zu löschen)
  • Die direkte Ausgabe des ID-Felds
  • Neue Möglichkeiten der Excel Services (Slicer zur Filterung von Pivottabellen, neue Charts, Scorecards
  • Access-Datenbanken veröffentlichen über SharePoint (Access-Services)
  • Business Connectivity Services

Taxonomien und Metadaten

In SharePoint 2010 werden Ansätze des semantischen Webs umgesetzt. Auch wenn im praktischen Unternehmenseinsatz hierfür vorerst noch keine Verwendung besteht, zeigt es doch, wo die Reise hingeht. SharePoint entwickelt sich zu einer Art “Betriebssystem für das Internet/Web/Intranet”. Wer mit der Einführung von Web 2.0-Technologien im eigenen Unternehmen liebäugelt, hat mit SharePoint eine dafür hervorragend geeignete und zukunftssichere Plattform.

  • Feature: Taxonomy (ermöglicht die Darstellung einer Art Wissens-Karte zu einem bestimmten Thema mit bestimmten Begriffen und Beziehungen untereinander). Weitere Informationen hierzu unter http://www.twason.com/glossary.html
  • Neuer Spaltentyp: Managed Metadata
  • Term Sets, Term Set Manager

Verbesserungen bei der Suche

SharePoint 2010 bietet eine Reihe von Verbesserungen

  • FAST-Suchtechnologie
  • Verbesserte Suchalgorithmen
  • Phonetische Suche
  • Mehrsprachige Suche

Neue interessante Vorlagen

  • Visio Process Repository: Prozesse und Workflows aus Visio heraus in SharePoint abbilden
  • Bugs / Bug tracker: Geeignet für das Management des internen IT-Supports
  • Projects: Eine einfache Projektverwaltung
  • Kostenanalysen
  • Bewerbungs- und Einstellungsverfahren
  • Bürgerverwaltung und Bürgerportale
  • Vertriebsauswertungen
  • Konferenzplanung  

Fazit

Eine runde Sache! Microsoft hat sich viel von spezialisierten Anbietern abgeguckt und erfolgreich in die neue Plattform integriert. Die Lernkurve für SharePoint-Einsteiger sowohl auf Anwender- als auch auf Administrator-Ebene ist deutlich einfacher zu meistern. Und SharePoint zeigt deutlich die strategische Zukunftsausrichtung: Hin zum Web, zur “Wolke”, zum “Betriebssystem für das Internet” respektive “Betriebssystem 2.0 für das Gesamtunternehmen“. Wenn Sie einen ganzheitlichen Pfad suchen, um sämtliche Wissens- und Informationsprozesse im Unternehmen besser und zukunftssicher abzubilden, kommen Sie an SharePoint kaum vorbei.

Weitere Informationen

Unser Fokus liegt eher auf einer wirtschaftlichen und organisatorischen Betrachtung von SharePoint und anderen IT-Technologien. Eine eher technische Zusammenfassung von SharePoint 2010 finden Sie unter http://sharepoint.namics.com/2009/10/gesamteindruck.html, ansonsten ist die beste deutschsprachige Quelle für technische Informationen die SharePoint Community unter http://sharepointcommunity.de/

Geschrieben von Dirk Löhn, 20. Okt 2009, Rubrik: SharePoint, 2 Kommentare


SharePoint 2010 – Windows 7 – Office 14 – Zeit für strategische IT-Investitionen

Heute ist der große Tag, auf den die SharePoint-Welt gewartet hat. Die SharePoint Conference 2009 in Las Vegas beginnt. Erst vor 2 Wochen hat Steve Ballmer in München das neue Windows 7 vorgestellt, das ab 22.10.2009 im Handel erhältlich ist. Und SharePoint ist Teil der Microsoft Office-Umgebung, die mit der Version 14 ebenfalls mit einigen Innovationen aufwartet. Mit dem heutigen Tag wird auch das Siegel der Vertraulichkeit (NDA) gelüftet, dass den SharePoint-Entwicklern auferlegt wurde. Das heißt ab heute wird es eine Vielzahl an spannenden und interessanten Informationen zum Thema SharePoint 2010 geben.

Im Tandem mit SharePoint eignet sich Microsoft Office seit der Version 2003, spätestens aber seit Office XP, hervorragend, um Informationsprozesse im Unternehmen einfach, schnell und ohne großen Einarbeitungsaufwand zu automatisieren. Mit Office 14 und SharePoint 2010 wird diese Integration noch einmal deutlich verbessert.

Da wir uns im Rahmen der Lokalisierung von Office 14 bereits sehr intensiv mit SharePoint 2010 auseinandergesetzt haben, werden auch wir das Aufheben des NDAs nutzen, um Informationen zum Thema zu veröffentlichen. Wir konnten uns bereits davon überzeugen, dass die nächste Version von SharePoint eine konsequente Weiterentwicklung hin zu einem “Internet/Web-Betriebssystem” darstellt. Auch ermöglichen die neuen Web-Clients für Office 14 ein Arbeiten im Netz ohne Installationen auf den lokalen PCs.

Web 2.0 kommt in den Unternehmen an

Das Web 2.0 kommt also langsam in den Unternehmen an. Offensichtlich ist dies auch ein Signal für die eine oder andere IT-Abteilung, sich mit der Erneuerung Ihrer Microsoft-Landschaft zu beschäftigen. So ist bei einem Teil unserer Kunden noch Office 2000 im Einsatz und sehr häufig noch Office 2003. Wir finden auch, gerade für die Unternehmen wird es Zeit, sich mit den neuen Technologien zu beschäftigen. Lassen Sie sich zeigen, wie sie die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen, die gemeinsame Arbeit an Dokumenten, die revisionssichere Ablage und das schnelle Wiederfinden von Belegen etc. vereinfachen können. Ob individuell angepasste Lösung für Ihr Unternehmen der fertige Prozesssoftware, mit SharePoint setzen Sie Projekte innerhalb kürzester Zeit um, die bisher viele Monate individueller Entwicklung erforderten.

Weitere Informationen zu SharePoint 2010 finden Sie in Kürze hier. Bei konkreten Fragen freuen wir uns auf den direkten Kontakt mit Ihnen.

Geschrieben von Dirk Löhn, 19. Okt 2009, Rubrik: SharePoint, 1 Kommentar


Unternehmen 2.0: SharePoint-Einführung ohne Lizenzkosten

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Nun ja, ganz kostenlos kann eine Software-Einführung nicht sein, weil häufig die Dienstleistungskosten und die Arbeitszeiten der betroffenen Mitarbeiter den Löwenanteil der Kosten ausmachen. Aber Microsoft bietet mit den SharePoint Services die Möglichkeit, die SharePoint-Technologie ohne zusätzliche Lizenzkosten zu nutzen und so Web 2.0-Technologien im eigenen Unternehmen einzuführen.

—————- Aktualisierung 19.1.2010 ————–

Auch in SharePoint 2010 werden die SharePoint Services ohne weitere Lizenzkosten nutzbar sein. Sie heißen fortan “SharePoint Foundation” und sind noch leistungsfähiger als die WSS 3.0. Weitere Informationen hier.

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Wer jetzt glaubt, die SharePoint Services sind etwas für Hobbyanwender oder kleinere private Webseiten, der irrt. In der Tat ist ein Großteil der Funktionalität, die im Rahmen des SharePoint Server teuer lizenziert werden muss, im kleinen Bruder SharePoint Services bereits vorhanden. Der entscheidende Vorteil: Bereits mit den SharePoint Services können professionelle Anwendungen für kleinere und mittlere Unternehmen quasi zusammengesteckt werden, ohne das zusätzliche Microsoft-Lizenzgebühren anfallen.
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Windows 7 kommt

Der Windows 7 Release Candidate kann nun schon seit einigen Wochen getestet werden. Jetzt hat Microsoft bekanntgegeben, dass das neue Betriebssystem fertig ist und am 22.10.2009 in den regulären Handel kommt. Computer-Hersteller, Microsoft Partner und IT-Profis bekommen die fertige Version bereits vorher. Privatanwender konnten in der vergangen Woche bereits Vorbestellungen für die Home Premium Variante aufgeben. Die begrenzten Kontingente waren jedoch bei allen Händlern schnell vergriffen. Den ganzen Beitrag lesen »


Mit SharePoint aus der Wirtschaftskrise - Warum sich eine Investition in Team-Zusammenarbeit gerade jetzt lohnt.

In Zeiten knapper Budgets werden Investitionen in die Infrastruktur gerne zurückgestellt, und das betrifft auch Investitionen in der Software-Umgebung, die sich häufig erst nach längerer Zeit rechnen. Aber gerade jetzt kann es lohnenswert sein, über eine Einführung von SharePoint nachzudenken, immerhin verspricht die Plattform Produktivitätsschübe bei der Zusammenarbeit in Teams. Nachfolgend finden Sie ein paar Denkanstöße, wie Sie mit SharePoint sehr schnell einen Return on Investment realisieren können.

Warum SharePoint gerade jetzt einführen?
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Unternehmen 2.0: Wikis, Blogs und Co. - Nutzen für Unternehmen


Haben Sie bereits gebloggt? Was wissen Sie über Twitter? Schlagen Sie Informationen in Wikipedia nach, haben aber noch keinen Eintrag bearbeitet? Die Schlagwörter Blog, Twitter, Wiki, Web 2.0 stehen fast täglich in der Presse. Inzwischen ist sogar die Rede von Unternehmen 2.0, einer neuen Art der Informationsverarbeitung von Wissensarbeitern im Unternehmen, mit mehr Interaktion, schnellerer Kommunikation, besserem Wissensmanagement und natürlich einem deutlichen Produktivitätsschub durch den Einsatz moderner Internet-Technologien. Was ist dran an den Versprechungen, und welche Maßnahmen lassen sich in mittelständischen Unternehmen einfach umsetzen

Zunächst eine Definition von Web 2.0, die weniger die Schlagwörter in den Vordergrund stellt als viel mehr die Veränderungen in der Art, wie Menschen miteinander kommunizieren und umgehen.

Web 2.0 als Oberbegriff bezeichnet alle Möglichkeiten, über das Internet und miteinander verbundenen Computern, Handys, Konsolen etc., interaktiv zu kommunizieren und Informationen oder Wissen auszutauschen.

Das an sich klingt noch nicht allzu spektakulär, können wir doch schon seit vielen Jahren E-Mails in Sekundenschnelle um den Globus schicken. Was sich jedoch ändert, ist die Präsenz und Vielfältigkeit von Informationen, die von jeder Person mit Zugang zum Internet und Schreibkenntnissen veröffentlicht werden können. Ein Beispiel hierfür ist die letzte Wahl des Bundespräsidenten, als das Wahlergebnis durch einen Abgeordneten bereits per Twitter vom Handy aus veröffentlicht wurde, bevor es offiziell verlesen wurde. Auch z.B. beim Online-Shopping können Sie inzwischen auf vielfältigste Art herausfinden, welche Produkte empfohlen werden und wo sie preisgünstig erworben werden können. Dank Google finden sich Beiträge von zufriedenen oder unzufriedenen Benutzern, die Ihre Einsichten in einem persönlichen Blog oder einem Anwenderforum beschrieben haben. Oft sind diese Aussagen verlässlicher als blumige Verkaufsprospekte oder Werbeaussagen der Hersteller.

Der Nutzen der neuen Technologien im individuellen Umfeld ist unbestritten, aber wie lässt sich ein Nutzen im Unternehmen erzielen, und was ist mit dem neuen Schlagort Unternehmen 2.0 gemeint? Wieder der Versuch einer Definition:

Ein Unternehmen 2.0 hat eine Unternehmenskultur etabliert, seine Organisationsprozesse angepasst und die nötige Informations-Infrastruktur eingeführt, die es allen Mitarbeitern als sozialem Netzwerk im Unternehmen ermöglicht, das Unternehmenswissen kontinuierlich zu vermehren sowie alle Unternehmensprozesse zu verbessern und zu optimieren. Dies führt nachweislich zu einer höheren Wertschöpfung und Mitarbeiterzufriedenheit.

Arbeitsprozesse in größeren Organisationen haben häufig einen Hang zur Behäbigkeit. Einmal definierte und funktionierende Prozesse werden oft nicht in Frage gestellt, und eine Anpassung ist in der Regel mit großem Aufwand und der Überwindung von Widerständen verbunden. Genau hier haben mittelständische und kleine Unternehmen einen entscheidenden Vorteil. Sind sie doch in der Lage, sehr schnell die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nutzung der neuen Technologien zu schaffen. Auch gehen sie meist pragmatischer an eine Neuentwicklung heran. Es zählt weniger eine strategische Langfristplanung mit definiertem Budget und kalkuliertem Return on Investment, sondern ein Gespür für erfolgreiche Tendenzen und der unternehmerische Mut, bekanntes Terrain zu verlassen. Ideale Voraussetzungen, um Web 2.0-Technologien erfolgreich einzuführen.

BLOG versus Newsletter

Wenn Ihre Marketing-Abteilung Newsletter oder Rundschreiben nutzt, um regelmäßig Kunden zu informieren, kann ein Unternehmens-BLOG eine sinnvolle Alternative sein. Ein Newsletter wird per E-Mail verschickt und wird inzwischen, wenn häufig versandt und mit viel Text, eher als lästig empfunden und “weggeklickt”. Ein Blog dagegen wird nur besucht, wenn der Leser den Inhalt für relevant hält und sich einen Nutzen davon verspricht. Die Akzeptanz der Inhalte erhöht sich dadurch deutlich.

Auch auf Ihrer Seite verursacht die Erstellung eines Newsletters viel Aufwand. Sinnvolle Inhalte müssen zusammengetragen und redaktionell aufgearbeitet werden, und für den Versand ist häufig eine Bearbeitung des Adressmaterials erforderlich. Anders bei einem Blog: Aktuelle Informationen, zum Beispiel zu einer Produktneuheit, können unmittelbar ohne großen Aufwand ins Netz gestellt werden. Durch die Angabe von Kategorien oder Stichwörtern (so genannte Tags) lassen sich relevante Informationen vom Leser sehr schnell finden. Und wird ein Leser von einem Link zu einem Blog-Artikel weitergeleitet, so erfahren Sie durch so genannte Pingbacks automatisch davon. Außerdem können Sie Artikel jederzeit ergänzen und nachbearbeiten.

BLOG Newsletter
Wenig Aufwand für die redaktionelle Erstellung Erstellung, Review, Abstimmung, Layout
Hohe Aktualität durch sofortige Verbreitung Sammeln von Inhalten über mehrere Wochen und anschließende Verbreitung
Weniger Informationen, die leichter verarbeitet werden können Viele Inhalte, die der Leser “verdauen” muss
Kategorien und Stichwörter erleichtern das Finden von Informationen auch in größeren Artikelbeständen Fortlaufender Text, nur eine einfache Stichwortsuche im aktuellen Newsletter möglich
Auch historische Informationen bleiben auffindbar Texte verschwinden im Posteingang des Benutzers
Hoher Kundennutzen durch hohe Relevanz Weniger Kundennutzen durch “Aufdrücken” auch nicht-relevanter Informationen
Kommentare oder Fragen zu Beiträgen können direkt vom Leser eingetragen werden. Newsletter sind als One-Way-Kommunikation ohne Rückkanal ausgerichtet.

WIKI - Wikipedia für’s Unternehmenswissen

Ein Wiki (hawaiianisch: schnell) erlaubt das schnelle Zusammentragen und Verändern von Informationen, ähnlich wie es viele Internetnutzer von Wikipedia her kennen. Wenn in Ihrem Unternehmen Teams an Projekten zusammenarbeiten, nutzen Sie neben Besprechungen das Telefon und E-Mail zur Kommunikation. Ein zusätzliches WIKI bietet eine sehr einfache Möglichkeit, Informationen zu Projektthemen zusammenzutragen und im Team zu nutzen. Darüber hinaus stehen die Informationen auch Benutzern außerhalb des Projekteams zur Verfügung und können leicht für zukünftige, artverwandte Projekte herangezogen werden. WIKIs bieten grundsätzlich allen Benutzern die Möglichkeit, Texte und Informationen sehr einfach einzustellen oder zur verändern. Durch die Einfachheit sinkt die Hürde, relevante Informationen beizutragen. Letztlich funktioniert ein Wiki als Wissensbasis aber nur, wenn bereits eine Kultur des Informationsaustausches und der proaktiven Informationsweitergabe im Unternehmen etabliert ist.

Einige Vorteile durch ein Unternehmens-WIKI

  • Automatische Versionsverwaltung
  • Autor und Zeitpunkt der Erstellung/Änderung automatisch abgelegt
  • Verknüpfung zusammengehöriger Informationen über Links sehr einfach
  • Nutzen steigt mit der Anzahl aktiver Nutzer und Einträge (”Alle für Alle” statt “Einer für Alle”)
  • Bearbeitung im Web-Browser sehr einfach, Veröffentlichung unmittelbar

An dieser Stelle mag sich mancher Verantwortliche fragen, ob es denn wirklich gut sein kann, wenn jeder alle Inhalte verfassen und verbreiten kann. Dadurch ist es zumindest in der Theorie möglich, dass unsinnige oder auch falsche Inhalte zusammengetragen werden. Die meisten WIKI-Systeme erlauben die Einrichtung eines Genehmigungsprozesses, so dass festgelegte Redakteure Inhalte vor der Veröffentlichung prüfen und freigeben können. Von einem Freigabeprozess raten wir jedoch in den meisten Fällen ab. Der Erfolg von Wikipedia liegt eben darin, dass die Einträge so einfach und von jedermann bearbeitet werden können. Falsche Angaben werden schlichtweg durch die Masse der Bearbeiter wieder eliminiert und bleiben meist nur wenige Minuten aktiv. Auch geben die meisten Benutzer gerne Ihr Wissen weiter und möchten sinnvolle und richtige Inhalte einstellen, darum ist es sinnvoll, keine Veröffentlichungshürden aufzubauen. Wenn im Unternehmen die aktive Wissenweitergabe generell gefördert wird und möglichst viele Mitarbeiter an dem Aufbau des WIKIs beteiligt sind, steigt auch die Qualität der Beiträge und damit der Wert eines Unternehmens-WIKIs schnell an. Im Übrigen bleibt durch eine automatische Versionsverwaltung immer nachvollziehbar, wer wann welche Informationen eingestellt oder verändert hat. Dies hilft auch, wenn es Rückfragen zu bestimmten Inhalten gibt.

Twitter – “Quatschen” im Internet

Twitter wird auch als “Microblogging”-Dienst bezeichnet und ermöglicht die Versendung von Kurznachrichten im Internet, ähnlich einer SMS über ein Handy. Eine SMS schicken Sie jedoch meist an genau eine Person, während eine Twitter-Nachricht (ein sogenannter “Tweet”) theoretisch von beliebig vielen Lesern gelesen werden kann. Hierbei erhalten nur diejenigen Personen ihre Nachricht, die sich selbst dazu entschlossen haben, ihnen als sogenannte “Follower” (zu vergleichen mit Abonnenten) zu folgen. Nicht Sie entscheiden also, wer etwas liest, sondern Ihre Leser. Dieser entscheidende Unterschied führt dazu, dass interessante Inhalte häufiger gelesen und auch weitergeleitet werden und sich so unter Umständen in Windeseile verbreiten können. Das beste Beispiel war das Flugzeugunglück vor Manhattan. Erste Informationen vom Unglück wurden nicht von Journalisten verbreitet, sondern über Twitter.

Damit stellt Twitter fast schon eine Art Echtzeit-Informationssystem dar und eignet sich immer dann, wenn hochaktuelle Informationen bereitgestellt werden müssen. Es gibt beispielsweise einen Dienst, über den Verspätungen bei Zügen der Deutschen Bahn über Twitter verbreitet werden (http://twitter.com/db_info) oder diverse Staumelder für Autobahnen (z.B. http://www.freiefahrt.info/staumeldungen-twitter). Im Unterschied zu anderen Informationsdiensten hat bei Twitter aber jeder die Möglichkeit, Informationen ins Netz zu stellen. Ursprünglich war Twitter als “soziales Netz” gedacht. Man teilt seinen Freunden und Bekannten mit, was man gerade tut, ähnlich dem Smalltalk. In dieser Form wird es auch von Vielen genutzt. Sehr häufig aber entwickeln sich Mischformen: man teilt mit, was man gerade so macht (”Warte gerade auf meinen Flug nach Hamburg”), gibt interessante Informationen aus dem Internet als Link weiter (”Interessanter Blog zum Wissensmanagement auf http//….”) oder “sagt weiter, was andere gesagt – bzw. getwittert haben”.

Geld verdienen mit Twitter?

Welche Möglichkeiten sich hier für eine sinnvolle Nutzung in Unternehmen bieten, lässt sich bisher nur erahnen. Ein Unternehmen – Dell – verdient bereits Geld mit Twitter. Über ihr DellOutlet vertreibt Dell exklusive Sonderangebote, die nur über Twitter erhältlich sind (http://mashable.com/2009/06/11/delloutlet-two-million/). Unser Tipp: Schnuppern Sie rein, und legen Sie sich ein Konto unter http://www.twitter.com an. Suchen Sie interessante Twitterer und folgen Sie Ihnen. Finden Sie selbst heraus, welche Chancen sich bieten und welche Geschäftsmodelle gerade entstehen. Durch unsere Twitter-Präsenz (http://twitter.com/dirkloehn) konnten wir jedenfalls schon die Anzahl der Besucher in unserem Unternehmensblog deutlich steigern. Vertrauen Sie auf Ihren gesunden Menschenverstand, und lassen Sie sich nicht von den selbsternannten Online-Marketingexperten und Social Network-Spezialisten mit Ihren Erfolgsversprechungen verwirren. Hier ist es mitunter schwer, Spreu von Weizen zu trennen. Ein großer Fehler wäre jedoch, sich nicht mit Twitter auseinander zu setzen, kommuniziert doch ein immer größerer Teil ihrer zukünftigen Zielgruppe über Twitter.

Die nächsten Schritte

Die nächsten Jahre werden von innovativen Weiterentwicklungen im Internet geprägt sein. So ist bereits von Web 3.0 die Rede. Damit ist nicht weniger gemeint als die Fähigkeit von Computern, Inhalte in einem semantischen Web zu verstehen und richtig einander zuzuordnen. Die Bereitstellung und Weitergabe von Wissen wird dadurch immer einfacher. Zukünftige Fähigkeiten von Computern, etwa Wissen zu interpretieren, lassen sich erst erahnen.

Weitere Informationen

Einen guten Einstieg bietet Wikipedia auf der Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web. Diese Ansätze reichen deutlich über die momentanen praktischen Einsatzgebiete in Unternehmen hinaus. Dennoch lassen sie erahnen, wohin die Reise geht. Wenn Sie Fragen zu den in diesem Artikel behandelten Themen haben und Wissensmanagement praxisnah und ergebnisorientiert in Ihrem Unternehmen einführen möchten, freuen wir uns auf Ihre Kommentare oder Kontaktaufnahme.


Organisationsprozesse abbilden mit Microsoft SharePoint – Einfache Verwaltungslösungen für den Mittelstand

Sie möchten die Zusammenarbeit im Team verbessern, ihre Dokumente besser verwalten, Informationen schneller wiederfinden, Freigabeprozesse automatisch abbilden und ein funktionierendes Wissensmanagement einführen? Bisher konnten Sie keine Lösung finden?

Organisationsprozesse optimieren mit SharePoint

Organisationsprozesse optimieren mit SharePoint

Sie sind in guter Gesellschaft! Nachdem einfacher strukturierte Prozesse im Unternehmen weitgehend zufrieden stellend durch IT-Systeme wie ERP- und CRM- Lösungen abgebildet werden, tun sich Softwarehersteller mit weniger strukturierten Prozessen ziemlich schwer. Gleichzeitig sind es aber die oben genannten Themen, die - wären sie intelligent durch Software abgebildet - einen immensen Produktivitätsschub im Unternehmen auslösen können.

In der Not entstehen Insellösungen. Freigabeprozesse für Dokumente werden häufig per E-Mail abgewickelt, ja zum Teil fungiert der elektronische Posteingang als Mini-Dokumentmanagement, und man durchsucht eher seine E-Mails als die Dateiordner. Und Tabellenkalkulationen wie Microsoft Excel mutieren zu ausgefeilten Business Intelligence-Lösungen, Daten und Zahlen werden aus unterschiedlichsten Quellen zusammengestellt und ausgewertet.

Mit SharePoint hat Microsoft eine Plattform geschaffen, die helfen kann und die fertige Bausteine bietet, die „quasi” nur zusammengesteckt werden müssen. Nun, jedenfalls in der Theorie. In der Praxis steht vorneweg immer erst einmal die Betrachtung der organisatorischen Prozesse, die vereinfacht und verbessert werden sollen. Intelligent angegangen, lassen sich dann aber wirklich mit SharePoint sehr schnell funktionierende Lösungen erstellen.

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SharePoint-Schulungen für Anwender und Administratoren

Ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Anwendern und IT-Administratoren bietet die Locatech IT Solutions GmbH Schulungen und Weiterbildungen speziell zu SharePoint-Technologien und deren Einführung in Unternehmen an. Für Anwender stehen in diesen Schulungen die Verbesserung der Zusammenarbeit im Team im Vordergrund. Es werden u.a. folgende Fragen beantwortet:

  • Welche Vorteile bietet SharePoint für nicht-technische Anwender?
  • Wie kann die E-Mail-Kommunikation durch SharePoint effektiver gestaltet werden?
  • Wie kann die Ablage und Kommentierung/Freigabe von Teamdokumenten vereinfacht und (teil-)automatisiert werden?
  • Wie kann der Mitarbeiter seine Office-Anwendungen wie Word oder Excel weiter nutzen und trotzdem Vorteile aus der SharePoint-Plattform ziehen?
  • Welche typischen Arbeitsprozesse lassen sich einfach durch SharePoint vereinfachen?

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To Bing or not to Bing? Microsoft versus Google oder Goliath gegen Goliath

Bing.com ist online. Angekündigt mit viel Hype von Microsoft. Der erste Eindruck? Das Hintergrundbild ist schöner als bei Google. Allein dadurch wird Microsoft Google aber kaum Marktanteile abnehmen können.

Beim Wechsel auf www.bing.com öffnet sich direkt die deutsche Seite, die, obwohl sie nur wenige Wörter enthält, ruhig noch einmal hätte lektoriert werden dürfen. Ein Lektor hätte zum Beispiel “web” oder “seiten” sicher groß geschrieben oder aus “alle anzeigen” vielleicht “Alles anzeigen” gemacht. Aber das nur nebenbei.
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Geschrieben von Dirk Löhn, 3. Jun 2009, Rubrik: Technologie, Tipps & Tricks, Kommentare schreiben


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